Kurkuma Wirkung: Was ist dran an der Wunderknolle?

Hobbyköche kennen und schätzen das stark färbende Gewürzpulver Kurkuma. Die ayurvedische Heilwurzel hat in den letzten Jahren aber auch das Interesse von Medizinern und Wissenschaftlern geweckt. Kurkuma fasziniert immer mehr Menschen, die auf der Suche nach alternativer pflanzlicher Medizin sind. Wie gesund ist die gelbe Wurzel wirklich und bei welchen Krankheiten hat sie bereits therapeutischen Nutzen beweisen können? Erfahren Sie hier, was es mit der geheimnisvollen Wurzel auf sich hat.

Gelbe Knolle für Feinschmecker
Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, ist eine Gewürzpflanze aus der Familie der Ingwergewächse. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Südostasien. Verwendet wird nur der gelbliche Wurzelstock von Kurkuma, der Rhizom genannt wird. Dazu wird die Wurzel getrocknet und pulverisiert. In der Schweiz kennt man das stark gelb färbende Kurkumapulver als Bestandteil von Curry-Gewürzmischungen für köstliche asiatische Reisgerichte und Suppen. Die pulverisierte Wurzel schmeckt leicht bitter, würzig und erdig. Frische Kurkuma-Wurzeln sind auch in gut sortierten Gemüseabteilungen in der Schweiz erhältlich.

Kurkuma: Von der Gewürzpflanze zum Heilmittel
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und im Ayurveda werden der Gewürzknolle eine heilsame Wirkung zugesprochen. Die vielfältigen gesundheitsfördernden Effekte von Kurkuma (Rhizoma Curcumae Longae) sind im Schwerpunkt durch alte Volksheilkunde über viele Generationen hinweg überliefert. Auch in der Schweiz preisen verschiedene Unternehmen Kurkuma als Wundermittel gegen Krankheiten an. Aus moderner wissenschaftlicher Perspektive heraus betrachtet, fehlt allerdings vielfach der konkrete Nachweis. Verschiedene Studien liegen vor, deren Übertragbarkeit auf den Menschen noch nicht in allen Fällen bewiesen ist.

Geringe Bioverfügbarkeit von Curcumin
Zunächst weist der in der Gelbwurzel enthaltene Wirkstoff Curcumin eine geringe Bioverfügbarkeit aus: Er wird leider rasch über die Leber ausgeschieden. In der Verbindung mit Piperin, einer Substanz aus Pfeffer, verbessert sich laut einer Studie die Bioverfügbarkeit deutlich. Die zum Würzen üblichen Mengen enthalten allerdings nur einen geringen Anteil von Curcumin. Aus diesem Grund werden hochdosierte Präparate zum Beispiel in Form von Kapseln angeboten. Man geht davon aus, dass isolierter und hochkonzentrierter Curcumin Extrakt einen besseren Effekt erzielt und die Kurkuma Wirkung verstärkt.

Kurkuma Wirkung: Mit Pflanzenstoffen gegen Volkskrankheiten
Wer sich mit der heilsamen Wirkung von Kurkuma intensiver beschäftigt, stösst auf eine beeindruckende Liste von Anwendungsmöglichkeiten bei mentalen als auch körperlichen Beschwerden. Äusserlich angewendet, soll Kurkuma gegen Falten, bei Haarausfall, gegen Schuppenflechte, Akne, Augenringe und bei der Zahnhygiene helfen.

Innerlich angewendet wird Curcumin eine entgiftende, antioxydative und verdauungsfördernde Wirkung zugeschrieben. In der traditionellem Medizin dient Kurkuma zur allgemeinen Stärkung des Immunsystems sowie zur Vorbeugung von Atemwegsinfektionen. Der antibakterielle und antivirale Pflanzenstoff soll bei entzündlichen Darmerkrankungen helfen, Diabetes, Arthrose und Rheuma vorbeugen und mildern sowie krebshemmend wirken. Einige Studien beschäftigen sich ausserdem mit der Wirkung von Kurkuma gegen Demenz und Alzheimer. Viele der Studienreihen weisen vielversprechende Ergebnisse auf, sind aber noch nicht abgeschlossen. Die Nebenwirkungen bei der Einnahme von Curcumin in hohen Dosen sind vergleichsweise gering. Es können bei manchen Menschen Blähungen, eine trockene Mundschleimhaut oder allergische Reaktionen auftreten.

Kurkuma ist nicht nur eine wertvolle Pflanze in der Chinesischen Medizin, sondern hat auch hierzulande den Ruf eines pflanzlichen Arzneimittels erlangt. Zwar klingen die der Wurzel zugesprochenen Wirkungsweisen zuweilen märchenhaft, bei einer regelmässigen und ausreichenden Dosierung jedoch werden die darin enthaltenden sekundären Pflanzenstoffe und Antioxydantien nicht ohne Wirkung auf den menschlichen Organismus bleiben. Wir dürfen also gespannt sein, welche neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Kurkuma Wirkung in Zukunft veröffentlichen werden und vielen Menschen Hoffnung auf Heilung durch sanfte Medizin bringen.