Medizinische/r Masseur/in mit Diplomabschluss: schnelle Hilfe bei diversen Beschwerden

Medizinische/r Masseur/in mit Diplomabschluss ist ein angesehener und auch sehr gebrauchter Beruf. Die Ausbildung dauert mehrere Jahre und vermittelt fundiertes Fachwissen und Massagetechniken, die bei zahlreichen Beschwerden und Erkrankungen angewendet werden.
Medizinische Massagen sollen die Heilung anregen und werden vom Arzt verordnet. Der medizinische Masseur behandelt aber nicht nur verletzte oder operierte Menschen, zu ihm kommen sehr häufig Menschen mit Beschwerden im Bewegungsapparat. Je nach Zustand des Klienten wendet der medizinische Masseur anderer Techniken an. Sie alle haben das Ziel, die Beweglichkeit des Patienten zu steigern und seine Gesundheit zu fördern.

Aktiver Masseur – passiver Klient
In Industrieländern wie der Schweiz sind Erkrankungen am Bewegungsapparat besonders häufig. Durch Fehlhaltungen infolge häufigen Sitzens entstehen Verspannungen und damit verbunden auch Schmerzen. Korrekt angewandte Massagen können Blockaden auflösen, indem sie das Gewebe besser durchbluten. So wird der Schmerz gelindert oder ganz beseitigt. Ein medizinische/r Masseur/in mit Diplomabschluss konzentriert sich auf die Ruhephase vor und nach der Bewegung und greift aktiv in Störfelder ein, während der Patient selbst passiv bleibt. Die Stimulation des Gewebes erfolgt per Hand, kann aber auch durch Geräte unterstützt werden. Ein medizinische/r Masseur/in mit Diplomabschluss arbeitet in Kliniken und Therapiezentren, aber auch in Seniorenheimen, Reha-Einrichtungen, Kurbädern und Wellnesszentren. Grössere Sportvereine leisten sich ebenfalls medizinisches Personal, zu denen stets ein Masseur gehört.

Was beherrscht ein Medizinische/r Masseur/in mit Diplomabschluss?
Der medizinische Masseur unterstützt den Arzt bei der Aktivierung des Heilungsprozess. Er beherrscht diverse Massagetechniken und Güsse und kann dem Patienten individuelle Behandlungsangebote machen. Seine Ausbildung qualifiziert ihn auch für die Zusammenstellung unterschiedlicher Cremes und Öle. Die klassische Massage lindert viele Beschwerden und Schmerzen. Dabei wendet der Masseur sanftes Streichen, Druck und bestimmte, sehr feste Griffe an. Er lockert das Gewebe, in dem er knetet, reibt und klopft. Alle diese Methoden regen die Durchblutung an. Der Therapeut beherrscht auch die Lymphdrainage, welche den Lymphfluss anregt und geschwollene Regionen abschwellen lässt. Gerade nach Operationen kann sie die Heilung beschleunigen. Die Colonmassage gehört ebenfalls zu den Behandlungsmethoden, die ein medizinische/r Masseur/in mit Diplomabschluss in seiner Ausbildung lernt. Sie ist sehr wirkungsvoll, aber weniger verbreitet. Bei dieser Massage werden fünf unterschiedliche Behandlungspunkte angesprochen, die den Magen-Darm-Trakt stimulieren. Diese vom Arzt verschriebene Behandlung darf nur von einer qualifizierten Fachkraft ausgeführt werden. Die Ausbildung zum Medizinischen Masseur können Sie z.B. bei Swiss Prävensana absolvieren.

Wodurch unterscheiden sich medizinische Massagen von Wellnessmassagen?
Bei der medizinischen Massage steht die Wiederherstellung der Beweglichkeit nach einer Erkrankung, Operation oder Verletzung im Vordergrund. Sie erfolgt auf Verordnung eines Arztes und wird von einem staatlich geprüften medizinischen Masseur oder Physiotherapeuten durchgeführt. Medizinische Massagen sind äusserst intensiv und können daher auch schmerzhaft sein, denn der Masseur arbeitet direkt an der verletzten oder erkrankten Körperstelle. Wellnessmassagen werden nicht zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Infolgedessen muss sie der Patient auch selbst finanzieren. Sie dienen der Entspannung und helfen bei der Stressreduzierung. Einrichtungen, die Wellnessmassagen anbieten, legen viel Wert auf ein ansprechendes Ambiente, in dem die Entspannung leicht fällt. Medizinische Praxen dagegen sind fast immer funktionell eingerichtet, denn hier müssen relativ viele Patienten in einem festen Zeitrahmen behandelt werden.